Mittwoch, 17. Dezember 2014

Ein Tag zum Ärgern

Heute gab es zum ersten Mal in der Geschichte unseres Hausbaus einen etwas größeren Ärger ... 

Am Vormittag wurde ich vom Elektriker angerufen, ob ich in den nächsten 1 bis 2 Stunden am Haus vorbei kommen könne, um ein paar Dinge zu besprechen. Ich erklärte, in einer halben bis dreiviertel Stunde da zu sein ... 

Noch schnell etwas abgeliefert, erhielt ich ca. 40 Minuten später einen Anruf der Endmonteure, dass sie jetzt fertig seien und fahren würden. Davon war ich nicht begeistert, wollte ich doch alles mit ihnen durchgehen und wurde uns dies auch von unserem Bauleiter vorab noch mitgeteilt, dass wir dies auf jeden Fall machen sollen. Außerdem wollten sie sich eigentlich vorab melden, was sie nicht getan haben.

Ich also darum gebeten, auf mich zu warten, bekomme ich die Antwort, dass es ja eh nur doppelte Arbeit wäre, da wir ja bereits morgen schon unsere Hausabnahme hätten und sie müssten jetzt weg. Da ich aber in 10 Minuten ohnehin am Haus war,wollte man dann doch noch kurz auf mich warten.

Dort angekommen, hatte man dann nur noch gerade mal 10 Minuten Zeit für mich, wir hetzten durchs Haus und ich sah nur oberflächlich, ob alle Arbeiten erledigt wurden. Auf den ersten Blick sah alles ganz gut aus, außerdem hieß es ständig, sie müssten dringend weiter auf die nächste Baustelle ... Ich hasse es, wenn ich gedrängt werde ... also kurz unterschrieben, dass sie die Arbeiten erledigt haben, mir blieb ja nichts anderes übrig.

Kurz darauf dann das Gespräch mit dem Elektriker. Natürlich fehlte mal wieder was ... so waren die Dimmer nicht mitgeliefert und eingebaut worden und auch ein paar der Steckdostenverkleidungen fehlten. Aber man versicherte mir, alles im neuen Jahr baldmöglichst einzubauen. Also auch erst einmal alles "ok". Innerlich habe ich gekocht. 

Später gehe ich dann durchs Haus und entdecke die ersten Fehler ... so wurde die Wand nicht ausgebessert, wie extra drum gebeten (noch dazu wurde auf meine Nachfrage hin bestätigt, dass dies vorgenommen worden wäre) und hier und da waren die Wände angeschmiert. Ich fuhr dann nach Hause, da es inzwischen dunkel geworden war.

Als mein Mann abends heim kam, fuhren wir nochmals raus und sahen uns in Ruhe im Haus um. Und waren leicht geschockt, wie viel hier verbockt wurde! 

Fast in jedem Raum waren Teile der Wände angestoßen, angeschmiert, wohl Leiter abgerutscht - keine Ahnung. Auf jeden Fall war mal alles frisch gestrichen - jetzt an vielen Stellen nicht mehr. im HWR durften wir einen vollen, schwarzen, Handabruck an der weißen Wand feststellen! 
Der Windsensor wurde an der falschen Stelle angebracht, weil die Elektronik von Anfang an an dieser Stelle übelst verbockt wurde. Der Türstock zum Wohnraum war an zwei Stellen angeschrammt und der Witz des Tages war schließlich die Steckdose im Schlafzimmer, die von den Malern noch überklebt war ... da hatte man das wohl "übersehen", dass hier auch noch eine angebracht werden hätte müssen bzw. deren Verkleidung. Hätte man das Prüfprotokoll gemacht, hätte man festgestellt, dass es fehlt ... 

Wir waren an diesem Tag auf 180 und ich den Tränen nahe. Jetzt hatte bis hierhin alles reibungslos geklappt und jetzt das. Natürlich waren das alles Kleinigkeiten - aber aneinander gereiht dann doch zu viel, zumal die Elektronik hinten und vorne einfach nicht gepasst hat und hier noch einige Mängel waren - manche von ihnen sollten wir erst ein paar Tage später feststellen ...

Ich möchte nicht sagen, dass von Haus aus "schlecht" gearbeitet wurde. Aber es wurde gehetzt. Gehetzt, weil manche von ihnen auf mehreren Baustellen gleichzeitig hätten tanzen sollen und gehetzt, weil noch vor Weihnachten alles fertig werden sollte/musste. Und das hat mich geärgert, weil man genau sah, dass vieles nur aufgrund der Hektik und dem Stress verbockt wurde.

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