Nach einem kurzen Frühstück machen wir uns auf den Weg in das gerade mal 3 km entfernte Fingerhaus-Werk. Bei der Anfahrt waren wir beide "etwas" überrascht. Wir hatten uns das alles viel größer vorgestellt ... viel weitläufiger ... dass hier im Jahr 700 Häuser hergestellt werden, kann man im ersten Moment gar nicht glauben.
Um 08.15 Uhr meldeten wir uns an, wurden kurze Zeit später von unserem Kundenberater Innendienst abgeholt und bekamen dort dann gleich eine wunderbare Mitteilung: Statt dem ursprünglich geplanten Aufstellungstermin im Januar 2015 wird unser Haus nun Mitte Oktober gebaut werden! Whow! Was für eine Veränderung! Soo schnell hatten wir dann doch nicht damit gerechnet, wenngleich ich zugeben muss, dass ich ein wenig mit dem Vorziehen des Bauvorhabens geliebäugelt habe, weil viele aus dem Bauforum ebenfalls um ein, zwei Monate vorgezogen wurden. Dass es dann gleich drei Monate werden würden - wunderbar!
Um 08.30 Uhr kam dann unser Bemusterer dazu, Herr Hense, bei dem wir uns von der ersten Minute an wirklich richtig wohlgefühlt haben.
Zunächst sind wir den Bauplan durchgegangen, er hat noch ein paar Ideen eingebracht, wir haben den heutigen Tagesablauf besprochen ... und dann ging es auch schon los: Die Bemusterung konnte starten!
Auf 1.800 qm sucht man sich von der Türklinke bis zum Dachziegel nahezu alles aus ... irre!
Wir begannen erst einmal mit den Außenbereichen (Dachziegel, Anstrich, Haustür, etc.) und waren innerhalb einer Stunde durch. Das ging ja schon mal schnell. Unser Berater merkte schnell, dass wir uns a) sehr schnell einig sind und b) sehr gut vorbereitet. Er brauchte z. T. gar nichts mehr zu sagen, denn wir wussten schon bestens Bescheid.
Danach ging es zu die Fliesen, was etwas schwieriger war. Da wir dunkle, anthrazitfarbene, Fliesen wollten, gab es keine allzu große Auswahl, dafür aber die perfekten Fliesen ganz nach unseren Wünschen. Hier waren wir gut eine Stunde beschäftigt, aber Fliesen sind auch wichtig, zudem musste noch das ein oder andere besprochen/geregelt werden. Aber dann waren wir auch hier durch. Die Fliesen fürs Bad waren dann auch gleich ausgesucht.
Dann ging es auch schon zu dem für mich schönsten Teil: Das Badezimmer und Gäste-WC. Hier - da war ich mir sicher - würden wir das ein oder andere aufbemustern müssen. Dem war dann auch so, allerdings hielt es sich in Grenzen, denn schon im Standard gab es tolle Ausstattungsideen. Alles ausgesucht, bastelte Herr Hense am PC unser 3D-Bad farblich zusammen und als er es uns am TV präsentierte, war ich hin und weg ... er hatte zu 100 % meinen Geschmack getroffen. Es war genau so, wie ich es mir gewünscht hatte. Super! Dazu kamen dann unsere Sonderwünsche mit Regendusche und Handtuch-Heizkörper ... uuuiii ... ich freute mich. Heute war ja schließlich unser 10. Hochzeitstag - da darf man sich mal das ein oder andere gönnen, finde ich. :-))
Nach dieser Präsentation ging es dann erst einmal zum Mittagessen in Frankenberg, wozu wir von Fingerhaus eingeladen wurden. Vielen Dank an dieser Stelle! Es war sehr lecker und wir haben viel Kraft getankt für den Nachmittag.
Wieder zurück in der Bemusterungs-Welt ging es weiter mit Steckdosen, Lichtschaltern, etc. Also das ganze technische Gedöns, das mich dann nicht mehr so begeistert hat, aber muss ja auch sein. ;-)
Ja, und dann waren wir auch schon fertig. Wozu andere mindestens zwei Tage - und manchmal sogar länger - brauchen, haben wir an einem Tag geschafft. Und das ganz ohne Stress und Hektik! Gute Vorbereitung ist einfach alles. Und das würde ich auch jedem raten: Geht nicht ohne Vorbereitung in die Bemusterung! Überlegt Euch vorher, wie das Haus farblich werden soll, welchen Stil/Touch es bekommen soll ... das ist ganz wichtig, um die Bemusterung nicht nur für Euch selbst, sondern auch für den Bemusterer nicht ganz so schwierig zu gestalten.
Gegen 16 Uhr waren wir dann fürs erste fertig und verabschiedeten uns von unserem Berater. Er empfahl uns einen Ausflug an den Edersee, was wir dann auch gemacht haben. Eine gute dreiviertel Stunde von Frankenberg entfernt, setzten wir uns mit Blick auf den See in ein nettes Café und studierten dabei das neue Angebot mit den Aufbemusterungen und Änderungen.
Wenn wir eines gelernt hatten, dann das, dass wir den Vertrag wirklich haargenau untersuchen mussten, ob auch wirklich alle Posten mit dabei waren. Wir vertrauten Herrn Hense zwar absolut, aber andere Mitarbeiter hatten uns da schon ein wenig enttäuscht ...
Doch der Vertrag passte, es war alles bestens und so fuhren wir wieder zurück nach Frankenberg, wo wir unseren Hochzeitstag in einer kleinen Pizzeria feierten und natürlich auch unser Haus, das erst jetzt so richtig "real" wurde. Ich konnte noch gar nicht glauben, dass jetzt dann bald alles "Schlag auf Schlag" gehen würde.