Mittwoch, 8. Oktober 2014

Heute ist es soweit: Unser Haus wird geliefert!

Wahnsinn!!! Heute sollte das lange Warten endlich ein Ende haben und wir unser Haus aufgestellt werden! 

Natürlich wollte ich mir den Stelltermin Tag 1 nicht entgehen lassen und stand schon um 5 Uhr Früh auf.

Lt. Bauleiter sollten die Arbeiten um 6 Uhr beginnen, allerdings war es um diese Zeit noch stockdunkel - so früh musste ich ja nicht da sein. Zudem war noch Kaffee kochen für den Bautrupp angesagt und so kam ich schließlich um 6.45 Uhr am Grundstück an.

Der erste LKW stand schon direkt vor dem Haus, der Autokran auch, der zweite LKW einige Meter entfernt in Warteposition. Ich begrüßte den Bautrupp, die wohl sehr erstaunt waren, dass ich ganz allein hierher kam. Wo denn mein Mann sei, meinten sie ... tja, der war zu faul zum frühen aufstehen, hihi. 

Und schon ging es los. Die Folie für die Bodenplatte wurde schon vorher gelegt, jetzt wurde die erste Wand heraus gehoben und angesetzt. Im ersten Moment erschrak ich ein wenig über die Größe der Wand, hatte ich sie mir doch etwas größer vorgestellt ... allerdings alles nur optische Täuschung, wie ich immer so schön sage ... 

Die ersten Arbeiten waren eigentlich auch die spannendsten und die ersten 4 Wände, also das EG stand in einer guten dreiviertel Stunde/Stunde. Irre!

Mit dem Wetter hatten wir heute auch mega Glück. Es sollte trocken und warm werden, morgens war es allerdings noch extrem frisch und während sich von außen gesehen nicht mehr so viel tat, wärmte ich mich im Auto auf. Das Morgenrot war über den Hügeln zu sehen, der Nebel ebenfalls - was für ein schöner Anblick. Wenn ich dran denke, in einem halben Jahr diesen Ausblick tagtäglich auf die Felder und Wiesen zu haben ... Glücksgefühl! 

Bis 16 Uhr blieb ich heute vor Ort. Der Bauleiter kam gegen 7 Uhr, gegen 9 Uhr besprachen wir den vorläufigen Bauablaufplan sowie das erste Protokoll, mein Mann kam dann auch noch dazu. Und nun durften wir das erste Mal in "unsere eigenen 4 Wände". Was für ein Gefühl, wenn man das erste Mal den "Rohbau" seines eigenes Hauses betritt!! Und nun war alles gar nicht mehr so klein wie befürchtet, sondern eigentlich genau so, wie wir es uns erhofften.

Gegen die Mittagszeit versorgte ich den Bautrupp mit ein paar Semmeln und spazierte schließlich selbst zum Mittagessen und Lesen, denn es war Warten auf den dritten LKW angesagt, vorher konnte nicht weiter gemacht werden. 

Nach einem kleinen Spaziergang kamen meine Eltern dazu, die sich das natürlich auch nicht entgehen lassen wollten. Zwischenzeitlich schockten mich die Nachbarn, die mit ernster Miene meinten, dass es einen Baustopp geben würde ... die Gemeinde war hier ... Puh! Man darf mir doch nicht soooo einen Schrecken einjagen! ;-)

"Baustopp" gab es allerdings in Form der rund 2stündigen Verspätung von LKW Nr. 3. Eigentlich wollten die Jungs heute sehr weit kommen, jetzt wurde die Zeit knapp. Aber sie verloren trotzdem nicht ihre gute Laune. Generell waren die Jungs wirklich super gelaunt, motiviert und sehr freundlich. Toll!! 

Spätestens, als der LKW des Gerüstbauers in der Nachbarwiese stecken blieb, kannten uns auch die letzten Bauern der Gemeinde. Einer nach dem anderen kam mit seinem Traktor an und versuchte sein Glück, den LKW raus zu ziehen. Ich glaube, der dritte oder vierte hatte es dann geschafft. Naja, ging ja nochmal gut. 

Mit Eintreffen des 3. LKW's von Fingerhaus ging es dann auch mit schnellen Schritten weiter und gemeinsam mit meinen Eltern sah ich beim Einheben/Ansetzen der weiteren Wandteile zu. 

Am Nachmittag kam dann noch unser Verkäufer aus München vorbei, bei dem wir damals den Werkvertrag unterschrieben hatten. Ich fand es schön, dass er sich dafür interessierte und auch sehen wollte, "was" er da verkauft hat bzw. wie es nun aussah. Viele andere Verkäufer zeigen ja nach Unterschrift kein großes Interesse mehr. Doch er war wirklich interessiert und war auch eine ganze Weile da. Mit ihm spazierten wir dann nochmals ins Haus und dann sogar in den 1. Stock, der noch nicht überdacht war, aber immerhin standen alle Wände. :-)

Gegen 16 Uhr war ich dann allerdings fix und fertig. Obwohl ICH ja gar nichts gemacht habe und nur zugesehen habe, war es doch anstrengend für mich. Den ganzen Tag die frische Luft, zu wenig getrunken, fast nichts gegessen, zig Gespräche ... Meine Kopfschmerzen meldeten sich zu Wort; das war alles wieder zu viel für mich. 

Doch es hatte sich gelohnt! Schon spannend, bei dem Stelltermin dabei zu sein.
Im nächsten Beitrag gibt es ein paar Fotos.

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